Nachklapp: Imbolc‑Jahreskreisfest am 31.01.2026 in Vöhringen

  Kategorie: Jahreskreis, Nachklapp
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Am Samstag, den 31.01.2026 (Mittag–Nachmittag) haben wir in unserer Ritual Gruppe das Imbolc‑Jahreskreisfest gefeiert – bei uns zuhause in Vöhringen. Imbolc ist für uns der Moment, in dem wir bewusst anhalten: reinigen, ausrichten, und dann ganz praktisch schauen, welche Qualitäten wir im kommenden Abschnitt des Jahres in uns stärken wollen.

Am Vorabend (Freitag, 30.01.2026) saßen wir beim Stammtisch zusammen, haben gemeinsam gekocht und gegessen – ein Ankommen, das schon viel von dem gelegt hat, was wir am nächsten Tag im Ritual vertiefen wollten. Besonders war diesmal auch unsere Runde: ein neuer Teilnehmer, und ein Mitglied, das nicht so oft dabei sein kann. Umso wichtiger war es uns, Zugehörigkeit nicht nur zu denken, sondern sie bewusst zu gestalten.

Der Beginn des Rituals

Wie gewohnt haben wir den Kreis in Reclaiming‑Tradition gezogen und die Kräfte angerufen, die uns begleiten sollten. Diesmal waren es andere Gottheiten als in unseren bisherigen Imbolc‑Ritualen. Wir riefen:

  • Brigit
  • Bastet
  • Nemetona
  • Apollo
  • Green Man Auch der Löwenmensch, der inzwischen „immer dabei“ ist, war selbstverständlich Teil unserer Anrufungen.

Die Intention für unser Ritual

Wir befreien uns und schmieden unsere eigenen Qualitäten.

Dieser Satz hat uns durch den ganzen Ablauf getragen: erst lösen, was nicht mehr dient – und dann dem eine Form geben, was in uns wachsen soll.

Die Quelle – Reinigung und Ausrichtung

Die erste Station führte uns, wie so oft an Imbolc, zur Quelle. Hier ging es um Reinigung – und um ein stilles Ankommen im eigenen Körper. Wir tauchten die Hände ins Wasser, ließen es über die Finger laufen und benetzten Stirn und Schläfen. So konnten wir den Alltag hinter uns lassen, nachspüren, was wir abstreifen wollen, und uns innerlich auf das ausrichten, womit wir weitergehen möchten.

Die Löwenmensch‑Trance – Einladung und Zugehörigkeit

Danach folgte eine Station, die diesen Tag besonders geprägt hat: eine Löwenmensch‑Trance. Der Sinn war, unseren neuen Gast und die selten anwesende Teilnehmerin nicht „nebenbei“ mitlaufen zu lassen, sondern sie bewusst in die Gruppe einzuladen und zu integrieren.

Wir wählten dafür eine geteilte Trance: Jede*r sprach und beschrieb fortlaufend, was gerade auftauchte – Bilder, Eindrücke, wie es aussieht, wie es sich anfühlt. So entstand ein gemeinsamer Faden: Wir hörten einander zu, griffen Bilder auf und webten sie weiter – bis es sich nicht mehr nach „neu“ oder „selten da“, sondern nach „dazu gehören“ anfühlte.

Die Schmiede – Transformation, die man spüren kann

Nach der Trance gingen wir weiter in Brigits Schmiede.

Bevor wir hineingingen, hatten wir die Möglichkeit, mit Karten oder Runen um Hinweise zu bitten: eine Frage zu stellen, eine Richtung zu erspüren, ein Wort, das mit in die Schmiede darf. Dieser Teil war besonders körperlich spürbar: In der Küche die Heizung stark aufgedreht, die Wärme stand im Raum, und der Soundtrack mit Hammerschlägen laut und präsent. Es war klar: Jetzt geht jede*r für sich in diesen Teil hinein.

Und auch danach konnten wir noch einmal ziehen – um dem Erlebten nachzulauschen und es anhand der Karte oder Rune weiter zu ergründen.

In die Schmiede ging jede*r allein, nacheinander. An der Tür gab es jeweils einen kurzen gesprochenen Satz – eine Schwelle, ein klares „Jetzt“ – und dann Zeit für eine persönliche Einkehr: in der Hitze, im Klang der Hämmer, mit der eigenen Frage.

Ausklang

Zum Abschluss haben wir den Kräften gedankt, den Kreis wieder aufgehoben und im Check‑out geteilt, was bleiben will. Imbolc hat uns daran erinnert, dass Erneuerung beides ist: ein Loslassen – und ein Schmieden. Und dass die Qualitäten, die wir in die Welt bringen wollen, zuerst in uns Form annehmen dürfen. Und ja: Nicht alles, was Imbolc anstößt, fühlt sich leicht an. Auch wenn dieser Tag insgesamt gut und stärkend war, gab es für einige von uns Themen, die nicht leicht waren. Gerade deshalb war es so wichtig, dass wir nicht drüber hinweggegangen sind, sondern es im Kreis gehalten haben: ehrlich, Schritt für Schritt, und in dem Tempo, das für jede*n stimmig war.

Imbolc 2026

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